Workshops

Hier findet ihr die Übersicht der Workshops auf dem Antifa-Wochenende 2018.


Antifa und Stadtteilarbeit mit Antifa 309 (Hamburg)

Freitag, 14. September | 16 Uhr

Wir, die Gruppe „Antifa 309“ aus Hamburg, machen seit etwa vier Jahren antifaschistische Stadtteilarbeit. Dabei versuchen wir neue Wege zu gehen und verschiedene Konzepte auszuprobieren. Von diesen Erfahrungen wollen wir euch berichten und im Anschluss gemeinsam diskutieren, wie Antifa im Jahr 2018 aussehen kann.


Transparente erstellen

Samstag, 15. September | 11 Uhr

Politische Transparente gehören auf Demonstrationen und andernorts zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln der Inhalte und Forderungen, für die wir auf die Straße gehen. Zudem können sie Schutz vor Kameras und Polizeiübergriffen bieten. Stellt sich nur die Frage: Woher kriegt die Antifa eigentlich immerzu ihre überaus stylischen Banner, wenn sie doch bekanntermaßen über sehr begrenzte finanzielle Ressourcen verfügt? Die Antwort soll in diesem Workshop gegeben werden. Worauf sollte beim Design der Vorlage geachtet werden? Welche Größe eignet sich für welchen Zweck? Welches Material und welches technische Equipment wird benötigt? Um Nützliches mit dem Nützlichen zu verbinden, werden wir im Praxisteil des Workshops Transparente für aktuell anstehende politische Kampagnen in Kiel malen.


Stadtrundgang zum revolutionären Matrosen- und Arbeiter*innenaufstand 1918

Samstag, 15. September | 11 Uhr

November 1918 – in Kiel kommt es zur Revolution gegen Krieg und Monarchie. Den meuternden Soldaten aus Kiel schlossen sich weitere Arbeiter*innen und Soldaten an, öffentliche Gebäude wurden  besetzt, Gefangene befreit und Räte gewählt, denen die Exekutivgewalt übertragen wurde. Der 1. Weltkrieg endete wenige Tage später, die Monarchie wurde abgeschafft.

Auf einem zweistündigen Stadtrundgang werden wir uns auf die Spuren der meuternden Matrosen,  streikenden Arbeiter*innen und revoltierenden Gesellschaft begeben. Welche Orte waren von Bedeutung,  wo ist die Revolution von 1918 noch heute sichtbar? Neben den konkreten Ereignissen im November 1918 wird es auch um die Vorgeschichte, die Abschaffung des Rätesystems durch die Konterrevolution und das (Nicht-)Gedenken der BRD und der Stadt Kiel gehen.

ACHTUNG: Start ist um 11 Uhr am Platz der Kieler Matrosen (HBF Kiel)


Computersicherheit

Samstag, 15. September | 11 Uhr

Staatliche Repressionsorgane nehmen immer wieder Antifa-Aktivist*innen ins Visier. Unsere digitale Kommunikation und unsere Computer dienen dabei immer wieder als eine riesige Datenquelle für die Ermittler*innen. Seit Januar letzten Jahres wurde mit der Einrichtung der „Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)“ nun auch der Startschuss für die deutsche Mini-NSA gegeben. Erst kürzlich wurde ein neues Gesetz verabschiedet, dass den Einsatz des sogenannten Staatstrojaners ermöglicht. Die Liste der erlaubten Einsatzmöglichkeiten für die Bullen ist sehr lang – von Terrorismus, über Bestechlichkeit bis hin zur „Verleitung zu missbräuchlicher Asylantragstellung“. Dies betrifft nicht nur Beschuldigte, sondern auch die Geräte anderer Personen, wenn es nach Meinung der Cops nicht anders geht.

Also wieder mehr Gründe – vor allem für politische Aktivist*innen – sich mit Anonymität und Verschlüsselung dringend auseinanderzusetzen. Daher sollen in diesem Workshop verschiedene Methoden vorgestellt werden, mit denen es möglich ist, sich am Computer und im Internet vor Verfolgung zu schützen. Und das möglichst unkompliziert und für Einsteiger*innen.


Graffiti – Workshop

Samstag, 15. September | 11 Uhr & 15 Uhr

Schreibt die Parole an jede Wand! Graffiti, Stencils und Sticker gehören zum festen Repertoir von Antifaschist_innen. Ob die Stadt mit einer klaren politischen Message verschönern, für eine Demo mobilisieren oder rechte Tags crossen – ein bisschen Farbe geht imer. In dem Workshop wird kurz in die Geschichte des Graffiti eingeführt und die wichtigsten Basics vorgestellt um dann naürlich selbst loszulegen. Dosen werden gestellt.


Selbstbehauptung am Praxisbeispiel der Selbstverteidigung

Samstag, 15. September | 15 Uhr

In diesem Workshop wollen wir euch erste Einblicke in den Bereich der Selbstverteidigung geben. Es soll dabei nicht um die Vermittlung von supergeheimen Spezialtechniken gehen, sondern um das praxisnahe Aufzeigen kleiner Tricks. Dies fängt bei der, im wahrsten Sinne des Wortes, richtigen Haltung gegenüber den Angreifer_innen an und geht über möglichst intuitive Abwehr- und Befreiungsbewegungen bis zum gezielten Kontern des Angriffs. Auch werden wir, wie gehabt praxisnah, auf verbale und psychologische Strategien eingehen, um einen Angriff abzuwehren.

Der Workshop soll ein Ort sein, an dem alle, unabhängig von Vorerfahrung oder körperlichen Vorraussetzungen, zusammen trainieren. Wer den körperlichen (oder verbalen) Wettstreit sucht, sich nicht unter Kontrolle hat oder diskriminierend verhält, stört diese Atmosphäre und ist deshalb unerwünscht. Anleiten werden das Ganze zwei Trainer_innen unterschiedlichen Geschlechts. Die Zahl der Teilnehmer_innen ist limitiert, Voranmeldungen werden bevorzugt behandelt! Schreibt uns eine E-Mail. Bringt Sportklamotte mit und, wenn verfügbar, Schutzausrüstung aus dem Kampfsportbereich.

Letzteres ist aber kein Muss!


Einführung in die Kapitalismuskritik mit Marx Lesekreis Berlin

Samstag, 15. September | 15 Uhr

Marx war im letzten und in diesem Jahr in aller Munde: 2017 zum 150. Jubiläum der ersten Auflage des ersten Kapital Bandes und dieses Jahr zu seinem 200. Geburtstag. Die Frage ist und bleibt aber, ob sich eine Auseinandersetzung mit „Das Kapital“ noch lohnt. Ist das nicht veraltet? Kann uns das heute noch etwas über die Gesellschaft verdeutlichen, in der wir leben?

Diese und weitere Fragen sollen im Seminar diskutiert werden. Die Referentin versucht einen Überblick über alle drei Bände des Kapitals zu geben, die wichtigsten Grundbegriffe zu skizzieren, die Systematik der Bände aufzuschlüsseln und einen hoffentlich leichteren Zugang zu diesem Werk zu ermöglichen.


Treffen zum Aufbau einer offenen linksradikalen Plattform in Kiel

Sonntag, 16. September | 11 Uhr

Erfreulicherweise ist in Kiel oftmals ein gutes Mobilisierungspotenzial gegen rechte Aktivitäten zu verzeichnen und auch inhaltliche Veranstaltungen zu verschiedenen Themen der radikalen Linken sind gut und interessiert besucht. Gleichzeitig ist schon seit Jahren festzustellen, dass viel weniger Aktivist_innen auch an organisierte Strukturen angebunden sind. Die Gründe sind verschieden und reichen vom Fehlen einer passenden Struktur bis zu „keine Zeit, weil Uni, Arbeit, abhängen“. Aber gerade in den aktuellen Zeiten ist es wichtiger denn je, auch den nächsten Schritt zu gehen und sich verbindlich zusammenzuschließen und zu organisieren, da die Schaffung kollektiver Strukturen die Voraussetzung gesellschaftlicher Einflussnahme und emanzipatorischer Veränderung ist.

In dem Workshop wollen wir gemeinsam über die Schaffung einer neuen Struktur diskutieren, die einen offenen Anlaufpunkt für Personen aus der radikalen Linken schaffen soll: Stress mit Nazis und Rassist_innen an der Schule, im Betrieb oder im Stadtteil? Kein Bock mehr, dem zunehmenden Rechtsruck tatenlos zuzusehen? Endlich die individuelle Ohnmacht gegenüber scheinbar viel zu großen Problemen überwinden? Dann bist du bei dem Workshop genau richtig! Dieses Treffen soll sich inhaltlich nicht nur auf den Schwerpunkt Antifa beziehen, sondern vielmehr offen für alle Themen sein, die eine revolutionäre gesellschaftliche Umwälzung umfassen (Feminismus, Antikapitalismus, Antimilitarismus, revolutionäre Perspektiven, …).

Überlegt euch am besten schon im Vorfeld, z.B. zusammen mit Freund_innen oder Genoss_innen, was die Themen sind, die euch gerade bewegen. Wo seht ihr am meisten Handlungsbedarf? Wie können wir gemeinsam handlungsfähig werden? Wie stellt ihr euch eine solche Struktur idealtypisch vor? Entlang dieser und weiterer Fragen wollen wir uns gemeinsam austauschen, um dann im nächsten Schritt auch praktisch den Aufbau einer offenen linksradikalen Plattform in Kiel einzuleiten.


Aufbau einer Jugendantifa in Kiel

Sonntag, 16. September | 11 Uhr

If the kids are united.
In Zeiten einer erstarkenden Rechten werden wir tagtäglich mit Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder  anderen Ausgrenzungsmechanismen konfrontiert. Sei es in der Schule, in Vereinen oder sogar im eigenen  Bekanntenkreis, daher halten wir es für besonders wichtig Jugendlichen eine antifaschistische Struktur zu  bieten, in der sie sich gemeinsam organisieren oder sich austauschen können.

Wir möchten die Möglichkeit des Wochenendes nutzen und eine Anlaufstelle für junge Menschen schaffen.  In Form eines Workshops soll ein Raum für Ideen und Vorstellungen entstehen in dem wir gemeinsam  überlegen, was es braucht um eine linksradikale Jugendgruppe in Kiel zu realisieren, was getan werden  muss und welche Schwerpunkte wichtig sind.