2. Treffen zum Aufbau einer offenen linksradikalen Plattform in Kiel

Im Rahmen des Antifa-Wochenendes fand auch ein Treffen zum Aufbau einer offenen linksradikalen Plattform in Kiel statt. An dem Treffen haben sich erfreulich viele motivierte und interessierte Leute beteiligt und für alle war klar, dass dem aktuellen Rechtsruck mit einer besser organisierten radikalen Linken begegnet werden muss. Klar war auch, dass sich so ein Treffen inhaltlich nicht nur auf den Schwerpunkt Antifa beziehen soll, sondern vielmehr offen für alle Themen sein muss, die eine revolutionäre gesellschaftliche Umwälzung umfassen (Feminismus, Antikapitalismus, Antimilitarismus, revolutionäre Perspektiven, …). Es wurden erste Ideen ausgetauscht, wie eine Struktur aussehen kann, in der sich Leute stärker organisieren bzw. auch neue Leute einfach anschließen können. In einem zweiten Treffen wollen wir daran anschließen und uns konkreter darüber austauschen, wie eine offene linksradikale Plattform in Kiel aussehen soll.

Dafür laden wir dich und deine Freund_innen, Genoss_innen, Arbeitskolleg_innen oder Mitschüler_innen ein, am Sonntag, den 14.10. um 14 Uhr in den Infoladen der Hansastr. 48 zu kommen und gemeinsam den Aufbau einer offenen linksradikalen Plattform voranzutreiben.

It`s up to you: Die autoritäre Formierung durchbrechen – Antifaschistische Gegenmacht aufbauen!

2. Treffen zum Aufbau einer offenen linksradikalen Plattform in Kiel
So. 14.10.2018 | 14 Uhr | Infoladen Hansastr. 48 | Kiel

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Soli-Foto in Gedenken an Clément Meric

Samstag, 15. September | 18.45 Uhr

Am 05. Juni 2013 wurde der junge Antifaschist Clément Méric in Paris von Faschisten ermordet.

Die beiden Haupttäter Esteban Morillo und Samuel Dufour und ihre Mittäter waren Mitglieder der inzwischen in Frankreich verbotenen klar neonazistischen Vereinigungen “Troisième Voie” (dt. “Dritter Weg”) und Jeunesses Nationalistes Révolutionnaires (dt. “Nationalrevolutionäre Jugend”).

Sie wurden schon kurz nach der Tat von der Polizei gefasst, das Ermittlungsverfahren gegen sie dauerte jedoch mehrere Jahre. In der Zwischenzeit wurden über den Tathergang viele Halb- und Unwahrheiten gestreut – teilweise von Nazis selbst, teilweise von den Medien, die die Behauptung einer zufälligen Schlägerei zwischen extremistischen Banden mit einem tragischen Ende aufgriffen und FaschistInnen zudem an verschiedener Stelle eine Plattform boten, ihre Lügen und ihre menschenverachtende Gesinnung in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wahr ist, dass Clément ermordet wurde. Zwar trafen er und seine Freund_innen an diesem 5. Juni zufällig auf die Gruppe Nazis, allerdings riefen diese weitere Kamerad_innen zur Verstärkung herbei, um die Antifaschist_innen anzugreifen. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass bei den Schlägen, die Clément am Kopf trafen, ein Schlagring eingesetzt wurde. Der Schlagring wurde im Ermittlungsverfahren jedoch nicht als Tatwaffe anerkannt (Stand Juni 2016).

Vom 04. bis zum 14. September 2018 findet nun der Prozess gegen Cléments Mörder statt. Die Angehörigen und Genoss*innen hoffen, dass die politische Dimension des Verbechens dabei öffentlich anerkannt wird und die Wahrheit über den Mord gesagt und medial verbreitet wird.

Wir möchten diesen Prozess zum Anlass nehmen, um unsere solidarischen Grüße an die Genoss_innen, Freund_innen und die Familie von Clément zu senden und auf die Tat aufmerksam zu machen, damit die Wahrheit über den Mord aufgeklärt wird. Dafür wollen wir im Rahmen des Antifa-Wochenendes ein Soli-Foto machen. Für das Foto treffen wir uns um 18.45 Uhr vor der Alten Meierei. Denkt daran, dass das Foto vervielfältigt wird und überlegt, wie man so ein Foto stilistisch untermalen könnte.

Kein Vergeben, kein Vergessen!
Ni oublie, ni pardon

Weitere Infos: leftreport.org | www.pourclement.org

 

 

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Aktualisiertes Programm für das AFA-Wochenende 2018 online

Nur noch drei Wochen bis zum 3. Antifa-Wochenende in Kiel. Mittlerweile können wir euch auch schon ein vielfältiges Programm präsentieren, welches verschiedene Punkte der notwendigen politischen Arbeit abdeckt: Von der Aneignung praktischer Skills für Antifas, über die Diskussion möglicher Alternativen zu Rechtsruck und Kapitalismus bis zu konkreten Angeboten zur Organisierung. Beschreibungen der Workshops und Vorträge sowie einen Zeitplan findet ihr unter Programm. Der genaue Zeitplan und die fehlenden Beschreibungen werden in den kommenden Tagen ergänzt. Verpflegung und Rahmenprogramm wird es natürlich auch geben, weitere Infos findet ihr unter Good to Know. Fehlt also eigentlich nur noch ihr. Also schnappt euch Genoss*innen, Freund*innen, Mitschüler*innen oder Arbeitskolleg*innen und kommt nächstes Wochenende in die Alte Meierei, wenn es heißt: Bildet euch, bildet andere, bildet Banden! Den antifaschistischen Widerstand organisieren!

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Antifa-Wochenende 2018: Aufruf Online/ Programm folgt.

Auch in diesem Jahr findet ein Antifa-Wochenende in Kiel statt. Unter dem Motto „The Future is Unwritten – It’s Up to You! 100 Jahre Novemberrevolution – 35 Jahre Alte Meierei – 10 Jahre Autonome Antifa-Koordination Kiel“ wird es wieder drei Tage lang Workshops, Vorträge, Disskussionen und Möglichkeiten zur Vernetzung geben.

Den Aufruf findet ihr hier und das Programm und der Zeitplan werden in Kürze veröffentlicht.

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Aufruf zum Antifa-Wochenende 2017

Die Zeichen der Zeit erkennen – Strategien und Antworten der radikalen Linken in Zeiten von Krise und Rechtsruck

Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster.“

Mit diesem Zitat beschrieb der marxistische Theoretiker Antonio Gramsci die politische Übergangsphase nach dem Ersten Weltkrieg. Es war die Zeit der Krisen, Kriege und Revolutionen. Mit dem Wahlsieg Trumps, der vertiefenden Diktatur Erdogans, den Wahlerfolgen von UKIP, Front National und AfD und den rassistischen und faschistischen Mobilisierungen auf der Straße, bekam dieses Zitat in den letzten zwei Jahren eine erschreckende Aktualität.

Der Aufstieg dieser rechten Internationale ist die reaktionäre Antwort auf eine jahrelang währende Krise des neoliberalen Spätkapitalismus. Wirtschaftskrisen, jahrelange Sparpolitik, sinkende Lebensstandards, zunehmende soziale Ungleichheit und miese Zukunftsaussichten machen immer mehr Leuten deutlich, dass das kapitalistische Glücksversprechen auch in den westlichen Metropolen längst nicht für alle Menschen reserviert ist. Der ideologische Lack des Neoliberalismus ist ab und damit die Hegemonie des politischen Systems und der etablierten Parteien, welche dieses verwalten, am bröckeln. Dies konnten offenkundig vor allem rechte Bewegungen für sich nutzen und einen autoritär-konservativen Festungskapitalismus – zurück zum Nationalstaat, Grenzen dicht und die klassische Familie als Kern der Gesellschaft – in Stellung bringen. Doch eine Kritik von rechts bedeutet keineswegs, dass die etablierten liberalen Parteien für eine fortschrittliche Politik stehen, sondern im Gegenteil sind es die großen Parteien, die einen Rassismus der Mitte institutionalisierten. So war es die angebliche Flüchtlingskanzlerin Angela Merkel, die das Recht auf Asyl in Deutschland de facto abschaffte und den menschenverachtenden Flüchtlingsdeal mit der Türkei aushandelte. Auch in Frankreich, Großbritannien und den USA stimmten die Regierenden in den letzten Jahren immer wieder in rassistische Diskurse und Politiken mit ein und an.

Doch in der verschärften Krise treten auch linke Optionen immer wieder zu Tage. Massenmobilisierungen gegen Spardiktate und Kürzungspolitiken in Spanien, Frankreich und Griechenland, gegen die Verschärfung des Abtreibungsgesetztes in Polen oder hundertausende Menschen die gegen die Amtseinführung Donald Trumps und dessen national-konservative Werte protestierten. Auch in Deutschland stellen sich immer wieder Leute den öffentlichen Auftritten der AfD entgegen und lassen diese eben nicht zu einer ganz normalen Partei werden. Die unzähligen Initiativen in Solidarität mit den Geflüchteten, die vor allem im langen Sommer der Migration im Jahr 2015 die Grenzzäune Europas überwinden konnten, sind Teil einer Alltagskultur geworden. Und nicht zuletzt beim G20 in Hamburg artikulierten zehntausende Leute ihre Ablehnung dieses gewalttätigen kapitalistischen Systems und seiner reaktionären Monster auf vielfältige und kratfvolle Art und Weise.

Fernab von solchen notwendigen Analysen und großen Erzählungen haben diese Entwicklungen natürlich konkrete Einflüsse auf unseren Alltag und unser politisches Handeln. Gerade eine antifaschistische und antirassistische Bewegung musste sich auf lokaler Ebene mit den rassistischen Mobilisierungen und Übergriffen auseinandersetzen bzw.versuchen diesen Einhalt zu gebieten. Kampagnen gegen die Verschärfungen des Asylrechts und Forderungen für eine Ausweitung des Bleiberechts und eine menschenwürdige Perspktive für Geflüchtete versuchten den Rechtsruck auf institutionaler Ebene entgegenzuwirken. Gleichzeitig intensiviert sich in der radikalen Linken eine Debatte zur Neuausrichtung der Politik, hin zu Basisorganisierung und relevanter Gesellschaftsverankerung mit der Frage nach wirklich möglichen Alternativen zu neoliberaler Vereinzelung und Kapitalismus.

Mit dem Antifa-Wochenende wollen wir den jeweiligen Entwicklungen sowohl praktisch als auch theoretisch Rechnung tragen. Wir wollen gemeinsam die politischen Zusammenhänge zwischen Krise und autoritärer Gesellschaftsformierung analysieren, wir wollen uns praktische Skills für die tägliche antifaschistische Arbeit beibringen und wir wollen auch über die Ausrichtung linksradikaler Politik diskutieren und gemeinsam mögliche Schlüsse für unsere antifaschistische Arbeit vor Ort ziehen.

Weitere Informationen zu Programm, Ablauf usw. folgen in Kürze. Stay tuned!

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Get Organized. Antifa-Wochenende 2017

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Workshop: Graffiti // Samstag 23.07 // 15:30Uhr

GraWS

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Workshop: In Bewegung kommen – Kampagnenkonzeption & Mobilisierung

Trotz viel diskutierter und berechtigter Kritik ist die Kampagne, die in der Regel in Demonstrationen oder anderen kollektiven Aktionen mündet, das klassische Mittel der autonomen Bewegungslinken zur politischen Intervention. Als undogmatische Bewegung, die ohne starre Organisationsformen und Parteiprogramme auskommen will, finden insbesondere im Rahmen von kampagnenförmigen Mobilisierungen politische Positionsbestimmungen, ihre Vermittlung nach außen und Organisierungsprozesse statt, die über den linksradikalen Küchentisch oder das Kleingruppen-Plenum hinausgehen.

Die Mobilisierungsphase hat für autonome Politik also einen ähnlich hohen Stellenwert, wie die Aktion selbst. In diesem Workshop soll eine idealtypische Kampagnenmobilisierung entworfen werden, um einen Werkzeugkasten vorzustellen, mit dem als Bewegung inhaltlich und praktisch in Gesellschaft interveniert werden kann: Was sind geeignete Angriffspunkte, um mein politisches Anliegen in Praxis zu überführen? Wie schaffe ich eine tragfähige organisatorische und inhaltliche Grundlage dafür? Wie finde ich potentielle Bündnispartner*innen? Wie werde ich öffentlich wahrnehmbar, wie erreiche ich meine Sympathisant*innen? Welche Medien sind nutzbar und empfehlen sich (nicht)? Wie sieht erfahrungsgemäß ein sinnvoller zeitlicher Fahrplan aus, um ohne zu stolpern von der Idee zur Aktion zu gelangen? Wieviele Flyer und Plakate drucke ich wofür und wie verbreite ich sie? Welche Infrastruktur, auf die ich zurückgreifen kann, gibt es in Kiel?

Diese und andere Fragen sollen aus dem Erfahrungsschatz nicht nur der Autonomen Antifa-Koordination Kiel einer Antwort näher gebracht und gerne auch weiterentwickelt werden.

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Kleine Änderungen

  • Kleine Änderungen im Zeitplan. Dort haben Workshops von Samstag auf Sonntag getauscht.
  • Ein angedachter Workshop zum Thema Demotraing fällt leider weg, wir hoffen jedoch dass das Angebot der anderen Workshops das auffängt! ;)
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Workshop: Antifa und Männlichkeit

Was ist überhaupt Männlichkeit? Was macht Antifa-Politik aus und wieso ist sie an so vielen Punkten besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in der Antifa Unterdrückungsverhältnisse? Die Gesprächs- und Entscheidungsstrukturen und die Ausrichtung der Antifa-Politik gehören auf den antisexistischen Prüfstand.

Wir reden über Symbole und Idole, um Tücken der alltäglichen Antifa-Arbeit, samt Heldentum und Revierverhalten. Unterdrückungsmechanismen schaffen sich aber nicht von selbst ab, nur weil sie vielfach in Diskussionen erkannt und benannt werden. Es geht also um die Entwicklung neuer Perspektiven und um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Antifa ist zu wichtig, als es nur bei Kritik zu belassen. Dieser Workshop ist frei für alle Geschlechter.

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